Das Ermittlungsverfahren

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Das Ermittlungsverfahren

„Ich brauche mal ihre Hilfe“ sagte die wohlhabende Dame mit den gefärbten Haaren zu mir, während sie, mit ihrer Gehilfe und einer Glühbirne, vor einer unvollständig beleuchteten Schrankwand aus massiver Eiche, stand.

Helga genoss meine Anwesenheit, die stets mit der Erledigung einiger Aufgaben verbunden war. Die Küchenmesser waren nicht mehr scharf, die Haustüre klemmte, die Blumen mussten gegossen werden. Im laufe der Jahre hatte sie eine geheime Strategie entwickelt. Es waren professionelle Methoden, um ganz bestimmte Mechanismen bei einigen Leuten auszulösen, die dazu führten, dass diese Arbeiten für sie erledigten. Es funktionierte nicht bei allen Menschen allerdings besaß Helga hochsensible Antennen, um herauszufinden, welcher Typ für ihre besondere Magie geeignet ist und zu welchem Zeitpunkt sie welche Knöpfe auslösen sollte. Sie war eine Meisterin ihrer Klasse und fand sehr schnell heraus, wie sie einige Leute dazu brachte, Aufgaben für sie zu erledigen.

Sie war die Königin und es dauerte nicht lange bis ich zu einem Netzwerk fleißiger Ameisen gehörte. Meine Neigung hilflosen Menschen etwas Gutes zu tun, weitete ich nach und nach für sie zu einem Rundum-Service aus. Wochenlang reparierte und installierte ich etwas rund um ihr Haus und sie war sehr zufrieden mit mir. Helgas Keller war ein Labyrinth unergründlicher Sammlungen kaputter Dinge und Müll. Sie kramte in ihrer unterirdischen Müllhalde und brachte unermüdlich Gegenstände in einer Plastiktüte ans Tageslicht, die sie dann vor mir ausschüttete.

„Hier, sie haben doch goldene Hände, reparieren sie das doch mal.“

Helga hasste ihren Nachbarn, der allerdings zu ihren Arbeiterameisen gehörte. Er war der Fahrer, der seit vielen Jahren immer mittwochs pünktlich um 14 Uhr, mit laufendem Motor vor ihrer Türe stand und ihr ins Auto half. Einmal in der Woche brachte der Chauffeur sie zum Kaffeekränzchen, wo sie sich mit ihren beiden Schwestern traf, die sie auch nicht mochte. Nach exakt zwei Stunden durfte Herbert sie wieder nachhause bringen und wie selbstverständlich hakte sie sich in seinem Arm ein und er hielt wie Casanova alle Türen für sie auf. Als ich mich das erste Mal mit Herbert unterhielt, erklärte er mir wie sehr er die Königin samt Schwestern verabscheut.

Helga sprach unglaublich schlecht über ihre Arbeiter-Ameisen und erst recht über Handwerker, die Geld für ihre Arbeit haben wollten. Sie verbesserte ihre Strategie, um mich auf ein Podest zu heben. Von nun an sprach sie besonders schlecht über alle anderen Menschen und lobte mich regelmäßig für meine kostenlose Arbeit.

Sie hatte sich für mich eine besondere Geste ausgedacht.

„Hier, ich habe etwas für sie“

Sie hielt einen verknitterten Papierbeutel hoch, der augenscheinlich einen faustgroßen Inhalt trug. Hatte die wohlhabende Dame einen Schatz aus ihrem Keller gekramt? Ein großer Bündel Geldscheine in einer Papiertüte versteckt? Ich hatte niemals Geld verlangt und es auch nicht erwartet, aber sie machte die Zeremonie so spannend, dass mir fast der Atem stehen blieb. Es war tatsächlich ein Geschenk für mich.

„Nun, machen sie es schon auf“ forderte sie mich auf, während sie mir die Tüte entgegenstreckte.

Ich staunte nicht schlecht: „Zwei Tomaten, das ist aber nett von ihnen.“

„Ja, halten sie sich gut mit mir, dann werden sie noch mehr davon bekommen!“

Während sie mich mit den beiden Tomaten bei Laune hielt, telefonierten die beiden Schwestern mit einigen Zeitungsverlagen, vorrangig Düsseldorfer Ausgaben. Obwohl die Familiensippe sich untereinander nicht mag, hatten sie einen gemeinsamen Pakt geschlossen. Sie wollten unter allen Umständen verhindern, dass ein von mir gemaltes Gemälde in die Zeitung kommt und darüber berichtet wird. Ein großformatiges Bild, welches ein Liebesakt darstellt, könnte mit mir als Künstler, dem Familienclan und der Kirche in Verbindung gebracht werden.

„Wenn das rauskommt, bin ich geliefert. Was sollen die Leute aus dem Kirchenchor oder die Nachbarn sagen? “

Seit Wochen, steht sie mittags nicht mehr an ihrem Herd, denn durch ihre neue Aufgabe bleibt ihr nur wenig Zeit für regelmäßige Mahlzeiten. In der Mittagszeit macht sie ohnehin ihre Rundgänge um anschließend auf ihrem Beobachtungsposten mit einem Stückchen Kuchen zu verweilen und wichtige Telefonate zu führen. Sie hat gemeinsam mit ihren beiden Schwestern ein Ermittlungsteam gegründet und hat brandneue Informationen über mein Leben gesammelt, denn sie hat mit mir persönlich gesprochen. Das Ermittlungsverfahren gegen mich wurde aus gutem Grund eingeleitet, denn ich hatte „Damenbesuch“.

Ja, es ist abscheulich, aber ich kann alles erklären und genau das ist ein guter Grund, dass Helga mein Atelier aufsuchte. Sie wollte mir ein Geständnis entlocken, doch ihre suggestive Verhörtechnik war schnell zu durchschauen. Das brisante Ergebnis jedoch, hatte für sie den Zweck erfüllt.

„Sie arbeiten ja nicht mehr!“

Ich wunderte mich über diese Feststellung und fragte, wie sie denn darauf kommen würde.

„Ich sehe sie ja nicht mehr in ihrem Atelier. Sie haben ihre Arbeit aufgegeben und leben jetzt von Luft und Liebe.“

Ich erklärte ihr, dass sie mich an manchen Tagen gar nicht beobachten könnte, da ich einen Teil meiner Arbeitszeit in meinem Büro verbringe und bot ihr damit genügend Momente der Verstörung.

„Ach, was soll der Quatsch denn? Woran sollten sie denn tagelang in einem Büro arbeiten?

Sie war nicht davon zu überzeugen, dass ich als Künstler und Fotograf an einem Computer in meinem Büro arbeiten könnte. Meine „Falschaussage“ wurde weiter hinterleuchtet.

„Sie stehen morgens auch sehr spät auf, denn ich sehe erst ab 10:00 Uhr Licht bei ihnen. Wie machen sie das denn jetzt, wenn sie nur von Luft und Liebe leben? Es ist schon komisch, dass jetzt eine Mitmieterin bei ihnen eingezogen ist und sie uns diese nicht einmal vorgestellt haben. Sie haben offensichtlich jetzt keine Zeit mehr für mich…“

Erklärte sie mit einem vorwurfsvollen Lächeln und fügte hinzu: 

„Mein Küchenregal ist kaputt, ein Heizkörper funktioniert nicht und mein Sessellift quietscht. Wann können sie da mal nachschauen? Es muss nicht sofort sein, denn ich telefoniere erstmal eine halbe Stunde mit meinen Schwestern. Es reicht, wenn sie in einer Stunde da sind.“

Ihr Entschluss stand fest. Ich schlafe bis mittags, arbeite nicht mehr, kann meine Miete nicht mehr bezahlen und… Ich habe eine Mitmieterin bei mir einziehen lassen.

„Woher kommt denn die junge Dame?“

Sie war sichtlich erleichtert, als sie hörte, dass die junge Dame aus der unmittelbaren Nachbarstadt kommt und auch dort wohnt.

„Das ist ja wunderbar, dann können sie die ja ganz schnell wieder nach Hause schicken. Glauben sie mir, das bringt nur Ärger, wenn sie es nicht tun.
Ich gehe jetzt mal wieder nach Hause denn ich muss kacken. Wann wollten sie noch gleich vorbeikommen, um meinen Gartenzaun zu reparieren?“

„Momentan muss ich viel arbeiten und habe leider etwas wenig Zeit“, versuchte ich zu erklären.

„Ach, sie Dollmann, was soll das denn jetzt wieder? Sie brauchen doch sowieso nur ein Bild malen und dann haben sie das ganze Jahr ausgesorgt.“

Ich habe mir die Frage gestellt, so wie es wahrscheinlich jeder intelligente Mensch machen würde, ob es überhaupt einen Sinn macht, sich mit langfristig unzufriedenen Menschen zu umgeben und ob man denen überhaupt helfen kann.

Gott sei Dank wohnt keine der drei Jungfrauen in meiner Nachbarschaft, daher bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass alles so bleiben sollte, wie es ist, denn sie liefern mir unglaublich viel Stoff für meine kreative Arbeit. Sie sind eine wahre Schatzkammer der Inspiration. Ich bin also dankbar und glücklich über die vielen verschiedenen Facetten, die in uns Menschen stecken und freue mich immer wieder auf spannende Begegnungen.

Das Ermittlungsverfahren ist jedenfalls noch nicht abgeschlossen und ich werde weiterhin alles Menschenmögliche dazu beitragen, damit die Wahrheit ans Tageslicht kommt.

Ist es nun der Nachbar, der anderen Leuten heimlich ein Zettel an die Windschutzscheibe klebt, weil er ein bestimmtes Auto nicht vor seiner Türe sehen möchte, oder der Pastor, der niemals grüßt, wenn man ihm begegnet? Oder ist es der Künstler, der macht was er will und ständig so große und teilweise verstörende Bilder malt oder „nackte Weiber“ fotografiert? Wer ist denn nun verrückt und wer kennt die Wahrheit?

Eines haben wir alle gemeinsam, denn wir kennen alle die Wahrheit. Es ist unsere Eigene.

Herzliche Grüße aus einer kleinen und wunderschönen Stadt

MAPAWLO


Neue Ideen in der Corona Zeit

mapawlo mütze

Kunst in der Mode, ist das möglich?

Die Corona-Zeit macht es möglich und die kreativen Ideen entstehen.

Die MAPAWLO Skulptur ist in jeder einzelnen Mütze eingearbeitet und so vereint sich Kunst und Mode. Jeder Besitzer dieser einzigartigen Kombination erhält somit ein ca. 3 cm großes Kunstwerk die er ans Licht der Welt trägt.

Um die Einzigartigkeit zu unterstreichen, ist der silbern, metallische Schriftzug nicht aufgedruckt oder gestickt, sondern in die Fasern eingelassen.

Das Design ist für Damen oder Herren geeignet und in fünf verschiedenen Farben erhältlich.
MAPAWLO „YOU ROCK IT“, wird in einer edlen Verpackung geliefert und ist streng limitiert.
Zu jedem Kunstwerk wird ein vom Künstler signiertes Zertifikat mitgeliefert.


Wie ich mit dem Fotografieren begann

mapawlo
In meiner Kindheit lag eine Kamera nicht einfach so herum. Sie war ein wohlgehüteter Apparat, der in dem Wohnzimmer unserer Wohnung aufbewahrt wurde. Dieser Raum wurde nur zu besonderen Anlässen betreten und es waren die besonderen Momente, in denen ein Fotoapparat zum Einsatz kam. Ich wusste nicht genau, wie die Maschine funktionierte, aber ich wusste, dass er immer in einem Zusammenhang schöner Augenblicke, genutzt wurde. Für mich war die Geschichte der Fotografie eng verbunden, mit einer kleinen Welt der Kameras, Blitzwürfel und Fotoalben. Wenn diese Dinge herausgeholt wurden, ging es zur Sache und es wurde gemeinsam gegessen, getrunken, gelacht und sich lautstark unterhalten. Geburtstage, Weihnachten, Ostern und das Zusammentreffen bei Oma, Onkel und Tante, waren für mich die zauberhaften Anlässe, bei denen die Erwachsenen, meist unter einer Dunstglocke von Peter Stuyvesant und Camel, Bilder von der Familie und Freunden schossen.

War der Film voll geknipst, fuhr man in den nächsten Tagen in die Innenstadt und gab ihn in einem Fotogeschäft ab. Einige Tage später ging die Reise wieder in die Stadt, um die entwickelten Bilder abzuholen. In dem kleinen Geschäft standen immer Menschen am Tresen, weil sie genau wie wir, nicht abwarten konnten, um die ersehnten Schnappschüsse, aus dem Umschlag zu holen.
Natürlich gab es auch damals schon Gespräche über die Qualität der Fotografie, in denen es um das Motiv, den Verwackler, rot leuchtende Augen, mattes oder glänzendes Fotopapier ging.

Wieder zuhause angekommen wurden die schönsten Exemplare in ein Fotoalbum geklebt und der Rest landete in einem Schuhkarton. Das große Buch mit den eingeklebten Fotos, war in dieser Generation aber auch in der Zeit meiner Oma, ein fester Bestandteil jeder Familie und wurde wie eine Kostbarkeit behandelt. Ein wichtiges, aber kurzes Highlight der Geschichte, denn nur zwei bis drei Generationen haben diese Bücher erlebt.

„Ritsch-Ratsch-Klick“ war in meiner Kindheit ein erfolgreicher Werbeslogan und er bezog sich auf eine kleine, mondän wirkende Pocketkamera, die in die Hosentasche passte. Durch das zusammendrücken der Kamera löste man den Filmtransport aus. Genau dieser leichte Winzling war für mich, nicht nur eine Revolution, sondern auch die größte Kamera der Welt, denn es war „meine Erste“. Es war mein Geburtstagsgeschenk und jetzt konnte ich endlich das tun, was normalerweise den Erwachsenen vorbehalten war. Ich fotografierte meine Welt und das tat ich sehr behutsam, denn jede Auslösung kostete Geld. Die Filme und Entwicklung auf Fotopapier bezahlte ich von meinem Taschengeld.

Ich lief Tage lang mit meiner Pocket Kamera herum, wartete auf den richtigen Moment und nutzte die beiden einzigen Einstellmöglichkeiten „Wolken oder Sonne“. Ich legte mich wie ein Profifotograf auf den Boden, vor dem Hund des Nachbarn, lichtete unseren Audi 60 ab und fotografierte meine selbst gebauten Skulpturen.

In meiner ersten zwei Zimmerwohnung stand immer ein Ständer mit einem Diaprojektor, der auf eine weiß gestrichene Wand gerichtet war. Meine gesamten Ersparnisse gingen für eine Spiegelreflexkamera drauf und ich war begeisterter Menschen- und Kunstfotograf. Meine Freundin musste herhalten, denn sie war mein erstes Fotomodel. Meine Diavorführungen wollte wirklich keiner sehen, doch es gab kein Entkommen für Freunde, Verwandte und Nachbarn, die einmal meine Wohnung betraten.

In der Ausbildung verdiente ich so wenig Geld, dass ich kaum meine Miete und das Essen bezahlen konnte und eines Tages landete meine geliebte Kamera im Pfandhaus. Monat für Monat bezahlte ich die Rate inklusive Zinsen, damit sie nicht in die Versteigerung kommt, doch irgendwann landet sie genau dort. Ich verlor meine Kamera aber die Sehnsucht blieb und fotografierte weiter, mit günstigeren Apparaten. Ich war fest entschlossen, mir ein noch besseres Modell zu leisten, doch ohne Geld war das eine fast unüberwindbare Hürde und ein Traum der in weiter Ferne lag. Ich bewundere jeden Reporter, der mit seiner Kamera Geld verdiente und wünschte mir nichts sehnlicher, als mit meiner Kunst, meinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Von nun an arbeitete ich in einem Nebenjob samstags und sonntags. Ich machte das Bahnhofsklo sauber und fegte die Zigarettenkippen in einem Einkaufszentrum zusammen. Ich sparte jeden Pfennig und nach einiger Zeit leistete ich mir eine gebrauchte, aber hochwertige Kamera, mit einem guten Objektiv und es war mein ganzer Stolz. Endlich war ich wieder als Kunstfotograf unterwegs und niemand konnte mich aufhalten. Endlich saßen wieder Menschen artig auf meiner Zuschauerbank (das Sofa) und starrten in der Dunkelheit auf meine Projektion, während ab und an die Raufasertapete durchschimmerte.

Lange Zeit nutzte ich meine Kamera für meine Projekte als Künstler und Designer bis ich sie dann eines Tages auf der Autobahn verlor. Ich hatte sie vor Antritt der Fahrt auf dem Dach meines Wagens gelegt und war entsetzt als ich nach einigen Kilometern das gepolter auf dem Autodach hörte.

Später arbeitete ich als Künstler für die Werbung und dann als Inneneinrichter. Mein Geld verdiente ich mit meiner Kreativität und meine Schwerpunkte waren mein kunstvolles Interieur, meine Gemälde und Skulpturen. Meine Arbeiten wurden immer gefragter und in dieser Zeit nutzte ich unzählige Kameras in jeglicher Lebenssituation. Die Fotografie, mehr in meine berufliche Karriere einzubinden, war eigentlich naheliegend aber, irgendetwas hielt mich zurück.

Als die Zeit der digitalen Fotografie begann, war ich wie viele andere Menschen überzeugt davon, dass ein belichteter Film nicht zu ersetzen sein wird. Zu der damaligen Zeit war das nichts Ungewöhnliches, denn selbst die Firma Leica war von diesen Gedanken lange überzeugt. Eine ganze Weile fotografierte ich mit kleinen und digitalen System-Kameras. Man konnte miterleben, wie in kürzester Zeit die Qualität dieser Kameras, immer besser wurde und es gab spannende Verschwörungstheorien, wie sich dieser Markt entwickeln würde.

Die neue Technik und der Mangel an Zeit, denn schließlich musste ich mich um mein Geschäft kümmern, stresste mich und ich beschloss Fotografen zu beauftragen, die meine eigenen Projekte ins rechte Licht rückten. So versuchte ich Zeit einzusparen. Wir fotografierten meine Objekte, die Räume meiner Kunden, meine Messestände und alle möglichen Produkte die ich sonst noch entwickelte. Unzählige Versuche, brachten nicht die gewünschten Ergebnisse und sicher gibt es einen Konflikt, zwischen meinen Vorstellungen und der „richtigen“ Fotografie.

Genau das war der Zeitpunkt meine Theorie „ich kann das nicht“ zu überdenken und mir die Zeit für das Wesentliche zu nehmen. Mittlerweile hatte ich, in den Bereichen Design und Marketing, enormes Wissen, welches mir dabei behilflich war, die Fotografie, aber auch die Vermarktung meiner Leistung, zu verstehen. Ohne diese vielen Jahre meiner kreativen Arbeit, wäre der nächste Schritt nicht möglich gewesen.
Ich beschaffte mir die Profiausrüstung von denen die meisten Fotografen schwärmten und lernte meine Bilder digital zu entwickeln. Ich wälzte Bücher, setzte mich in die Schule und ließ mich ausbilden. All das hat mir nichts gebracht, um kreativ zu denken, denn darin war ich allen Dozenten und Buchautoren weit voraus, aber es hat mir dazu verholfen, die Technik besser zu verstehen.

Ich bekam meinen ersten Auftrag.
Hundewelpen sollte ich fotografieren und ich freute mich riesig. Die Kundin erklärte mir, dass ich doch so eine großartige Kamera besitze und aus diesem Grund sollte ich die größtmögliche Speicherkarte voll knipsen und im Gegenzug dafür 80 Euro kassieren. Ich lehnte den Job ab und in der darauf folgenden Zeit, erhielt ich Foto-Aufträge die mehr Spaß machten.

Mittlerweile war die Fotografie ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit geworden und ich arbeitete in meinem Atelier und sauste von einem Termin zum nächsten. Ich fotografierte Veranstaltungen, die mich langweilten, aber auch Menschen, die mich begeisterten. Schnell merkte ich, dass Hochzeiten, Geburtstage und Bewerbungsfotos nichts für mich sind und auch nicht zu meiner Arbeit als Künstler passen. Meine Aufträge entstanden durch eine Kettenreaktion, denn jeder zufriedene Kunden hat meine Arbeiten in seinem Freundeskreis gezeigt.

Endlich sollten Menschen, die mir nahe stehen sehen, was ich so tolles auf die Beine stellte und auf einer unserer Familienfeiern schenkte ich dem Geburtstagskind einen Gutschein für ein Fotoshooting, in meinem eigenen Fotostudio. Stolz präsentierte ich gleich noch meine neue Kamera, einige Fotografien und befragte die Anwesenden wie gut sie meine Arbeiten finden.

„Nicht gut!“

Doch sie wollten wissen, wie es sein kann, dass ich die eine oder andere Persönlichkeit vor meiner Linse hatte.

„Jetzt weiß ich wie du das machst. Du stellst dich vor ein Hotel und wartest solange, bis ein Prominenter herausläuft.“

In diesem Zusammenhang hörte ich mir auch noch brav an, wie ein völlig veraltetes Kameramodel, aus den achtziger Jahren, funktionierte und dass, ich mir genau dieses, vermeintlich großartige Wunderwerk der Fotografie, einmal ausleihen darf.
Dann…

„Markus, ich finde es so toll, dass Du mit deiner Kamera so schön übst!“

Ich arbeite ein halbes Leben mit der Fotografie und meine Kunden bezahlen Geld für meine Arbeiten, weil ich übe? Es war die Zeit, als ich das Weinen verlernt hatte und es längst gegen ein Lachen eingetauscht hatte. Die Blindheit von wenigen Menschen aus meinem Dunstkreis, war keine neuzeitliche Erscheinung, aber ein letzter Versuch, um nach der ersehnten Anerkennung zu bitten. Der Geburtstagsgutschein wurde nie eingelöst doch Gott sei Dank, ließ ich mich nicht entmutigen. Es gab also einen guten Grund, den Champagner auf meiner Vernissage, mit meinen Lieblingsmenschen, die immer an mich geglaubt haben, zu teilen. Prost!

Ich machte also einfach weiter mit dem was ich immer machte. Irgendwann bemerkte ich, dass einige Leute versuchten, mich nachzumachen. Ein Fotograf fuhr sogar zu derselben Location, die ich mir gesucht hatte und stellte mein Bild mit Menschen so nach, dass selbst die Posen ähnlich waren. Ein Fluch oder eine wunderbare Anerkennung für mich und meine Arbeit? Mit anderen Kollegen baute ich eine wunderbare und kreative Freundschaft auf.

Ich erhielt Aufträge von einigen großen Marken oder Werbeagenturen für Werbekampagnen. Was sich zunächst anhört wie eine kreative Macht war für mich häufig nur einfache Arbeit. Manchmal kamen auch die Agenturvertreter zu mir geflogen und blieben einige Tage, um während meiner Arbeit dabei zu sein. Die Bilder während des Fotoshootings wurden dann direkt zu den Agenturen übertragen und dort haben Leute entschieden, wie der Bildstil aussehen sollte. Links ein bisschen heller, rechts ein bisschen dunkler und… Das Ganze hat wenig mit meiner kreativen Arbeit zu tun und ich fragte mich oft, warum sie diesen riesigen Aufwand betreiben und es nicht einfach selbst machten. Solange das Geld stimmte, war es mir irgendwann egal aber meine Lieblingsaufgabe war es nie.

So wie ich meine eigene Skulptur kreiere (und aus einem Boden grabe), so will ich auch meine eigenen Bilder erschaffen.

Gottseidank ist mir dies längst gelungen und heute fotogarfiere ich kompromisslos, so wie ich es will und das mit großer Leidenschaft. Ich mache das, was mir wirklich Spaß macht und große Freude bereitet. Das nenne ich künstlerische Freiheit und ich schäme mich keines Augenblickes, dass ich für mein Ziel dieses fürchterliche Bahnhofsklo geputzt habe.

Zu meinen Kunden zählen heute vorrangig Kunstsammler und Auftraggeber, die eine künstlerische Darstellung von Menschen oder Produkten wünschen.

Ich empfinde trotz des steinigen Weges und allen Hürden, große Dankbarkeit, dass ich das machen darf was ich wirklich liebe. Vielen Menschen auf der Welt geht es nicht so, daher ist mir bewusst, dass es keine Selbstverständlichkeit ist und betrachte meinen Beruf mit viel Demut und Respekt.

MPAWLO


PHOENIX AUS DER ERDE

Wer gräbt, der findet.

MAPAWLO PHÖNIX No I
Größe: 150 x 150 cm
Gewicht: ca. 50 KG
Farbe: Weissgold


SPEKTAKULÄRER FUND

Spektakuläre Entdeckung in Düsseldorf

Spektakuläre Entdeckung in Düsseldorf

Ich habe Phoenix gefunden!

Die Spurensuche hat sich gelohnt und ich habe das bekannteste, bisher unentdeckte Wesen entdeckt. 

Wer lange sucht findet einen Schatz.

Phoenix ist circa 1,50 m groß und ich schätze 50-100 Kilo schwer. Wie bekomme ich also jetzt Hilfe zu meiner Ausgrabungsstätte? Und vor allem, wohin mit Phoenix? Es bleibt also spannend. 


Ausgrabung Teil II

Der Weg zum Schatz

Der Weg zum Schatz

Eine Etage tiefer sieht die Situation schon ganz anders aus und immer mehr Hinweise weisen mir den Weg und führen mich immer tiefer ins Erdreich. Kleinere Schätze habe ich schon ausgegraben, aber ich will das große Ziel erreichen. Falls jemand noch eine Gruben- Taschenlampe hat, könnte mir das Licht leuchten, denn je tiefer ich komme, desto dunkler wird es. Ich hoffe das ich es bald geschafft habe. Ich mache weiter denn ich will meinen Schatz haben.


Ausgrabung Teil I

MAPAWLO Ausgrabungsarbeiten

MAPAWLO Ausgrabungsarbeiten

Etwas auszugraben und dabei unentdeckt zu bleiben ist schon wirklich eine Herausforderung aber was noch viel schwieriger ist, ist diese unendliche Buddelei. Mal schauen, wie weit ich heute komme. Ich muss unbedingt meinen Schatz bergen!


DIE ENTDECKUNG

Vor einigen Tagen spazierte ich am Rheinufer entlang und mein Blick stolperte über einen winzigen Gegenstand, der eine silberfarbene Struktur hatte. Es sah aus wie ein Stück einer verwitterten Schale oder ein versteinertes Relief. Als ich versuchte diesen Gegenstand aufzuheben, bemerkte ich, dass weitere Stücke tiefer im Untergrund steckten. Ein altes Autoteil oder doch ein unentdeckter Schatz? Meine Neugierde wuchs und da ich ganz allein war, versuchte ich ohne Hilfe mit meinen bloßen Händen zu graben. Ich buddelte immer tiefer und bemerkte, dass ich immer weitere Teile meines Fundes im Untergrund befand. Sind es Puzzlestücke, die zu meinem ersehnten Schatz führen? Es war unmöglich mit den Händen weiter zu buddeln und ich beschloss alles wieder zu zuschütten, damit es keiner findet, um eine Schaufel und etwas Werkzeug zu besorgen. Ich war so neugierig was sich dort im Untergrund befand, dass ich am nächsten Tag mit meinem Ausgrabungswerkzeug bewaffnet, zu meinem Fundort spazierte und anfing zu graben. Mitten in der Natur, versteckt zwischen Büschen und Bäumen grub ich ein Loch und geriet regelrecht in eine Art Goldrausch. Doch was ich dann fand, bestätigte meine Neugierde und war unglaublich. Eine Entdeckung die die Menschheit bisher noch nicht gesehen hat? Muss ich so etwas melden oder vielleicht die Polizei rufen? Gehört mein Fund jetzt mir und kann ich es behalten? Tausend Gedanken schossen mir durch den Kopf und ich beschloss meinen Ort geheim zu halten, um an einem anderen Tag weiter zu graben. Das was ich gefunden habe, konnte ich teilweise frei schaufeln, doch ich musste aufhören bevor es dunkel wurde. Was ist, wenn mich Spaziergänger entdecken? Wie sieht das denn aus, wenn ich mitten in der Nacht mit einer Schüppe ein Loch grabe?

Mein Plan stand fest, das Loch musste wieder zu geschüttet und so unauffällig wie möglich verlassen werden damit ich zu einem späteren Zeitpunkt meinen Schatz bergen kann. Jetzt benötige ich Hilfe. 

Wer will mir bei meinen Ausgrabungsarbeiten helfen? Ich muss unbedingt diesen Schatz bergen!


ES WIRD ZEIT

MAPAWLO COLLECTION

MAPAWLO COLLECTION

Es ist Zeit für die Liebe,
denn sie ist die größte Macht, die uns Menschen beherrscht und gleichermaßen verzaubert. Wir sehnen uns danach und laufen ihr hinterher, selbst wenn wir so tun als könnte uns kaum etwas erschüttern. Jeder Mensch möchte geliebt werden, nichts ist stärker als die Liebe und niemand kann sie besiegen. Kein Geld der Welt kann diese wundersame Macht kaufen und ist sie erst einmal da, so kann sie so schnell nicht wieder verschwinden. Die Liebe zu unseren Kindern, die Liebe zu einem geliebten Menschen und die Liebe zu sich selbst ist die Geheimwaffe allen Glücks.
Wenn wir Glückseligkeit empfinden, während wir an einen Lieblingsmenschen denken, können wir diese Gefühle aufgrund unserer Erfahrung gut nachvollziehen.

Wie sieht es aber mit der Eigenliebe aus? Es ist doch schon etwas seltsam, dass wenn wir über das größte Glück und die machtvollsten Gefühle aller Zeiten sprechen, immer an einen „Anderen“ denken.
Warst du schon mal so richtig verliebt… und zwar in dich selbst? Wann hast du dich schon mal so richtig gefreut, weil du einfach du bist? Hört sich irgendwie komisch an und dennoch ist die Liebe zu sich selbst der wichtigste Bestandteil unseres Glücks. Denn nur wenn wir uns selbst lieben, können wir auch Liebe schenken und vor allem auch anderen Menschen gefallen.

Meist werden Menschen, die sich mit dem Thema beschäftigen, plötzlich etwas verbittert, fühlen sich von der ganzen Welt ausgenutzt, um ihre kostbare Lebenszeit betrogen und wollen ihr Leben verändern.
Die „Anderen“ sind schuld obwohl wir doch unsere Zeit in den meisten Fällen freiwillig geopfert haben. Wieviel bist Du eigentlich wert, wenn Du dich opferst? Wir könnten also an dieser Stelle allenfalls sauer auf uns selbst sein und das ist eine wunderbare Erkenntnis, denn niemand trägt die Verantwortung, außer wir selbst.

Dankbar für eine Erkenntnis? Ja, denn es ist eine wahrhaft spannende Erfahrung mit weitreichender Wirkung. Ich spreche nicht von verbittertem Egoismus, Überheblichkeit oder gar Narzissmus, sondern ich meine an dieser Stelle echte Dankbarkeit.
Zu reflektieren und uns anzuerkennen wird unser Leben füllen und einen großen Sinn geben.
Sich selbst sehen und zu spüren ist ein wichtigerer Bestandteil unserer Lebenskraft und der Blick auf das, was wir trotz aller Hürden bereits geschafft haben, ist es wert voller Dankbarkeit zu sein.
Ich stehe jeden Morgen mit einem grinsen auf, schaue aus dem Fenster und danke.
Ich danke für das Leben und für das was ich alles geschafft habe. Ich danke meinem Instinkt, der mich vor vielen Katastrophen bewahrt hat, auch wenn es häufig schwer war diesen anzuerkennen. Er hat mich vor einigen Menschen gewarnt und die Guten in mein Leben gebracht.

Wann hast du dir das letzte Mal etwas Gutes getan? Lecker essen gehen, einen trinken gehen, dir etwas gegönnt, dir etwas gekauft…
An dieser Stelle benutzen wir häufig den Satz „jetzt gönne ich mir mal was.“ Kennst Du diesen Satz?

Nein, das meine ich nicht mit Selbstliebe, sondern ich spreche von deiner Lebenszeit die du ab heute an dich selbst verschenken kannst.

Wann hast du das letzte Mal über dich nachgedacht und bist spazieren gegangen, die Luft eingeatmet und den Boden unter deinen Füßen gespürt?

„Gesunder Egoismus… ab heute denke ich nur an mich…“ und ähnliche Glaubenssätze, haben wir alle schon gehört oder gelesen. Diese Begriffe sollte man aus seinem Wortschatz entfernen, denn es gibt keinen gesunden Egoismus.

Wir haben alle unsere Verpflichtungen aber wie viel von unserem kostbaren Leben verprassen wir mit sinnlosen Aufgaben, um anderen Menschen zu gefallen, jemanden einen Gefallen zu tun oder weil es einfach immer so war? Dein Gegenüber wird dich ganz bestimmt nicht stoppen denn es ist angenehm und vielleicht sogar normal geworden über deine kostenlose Lebenszeit zu verfügen.
Und hierbei meine ich nicht die Zeit, die du einem guten Freund widmest, während du ihm bei einem Umzug hilfst, sondern die Zeit Die Du für Menschen opferst, weil sie meinen, dass Deine Zeit nichts wert ist. Genau an dieser Stelle hast du Dich selbst geopfert und dir selber bestätigt, dass deine Lebenszeit – und wir sprechen hier von dem kostbarsten Gut, welches dir zur Verfügung steht — wertlos ist.

Ich verstehe unter Liebe große Dankbarkeit, Eigenverantwortung und vor allem Anerkennung an sich selbst. Die Sichtweise auf uns selbst und das Herausstellen wie gut wir wirklich sind, ist Liebe und immer mit großer Dankbarkeit erfüllt.
Mangelnde Anerkennung an sich selbst, bewirkt immer Unzufriedenheit, Wut, Geldknappheit und ist ein Magnet aller Krisen.
Glaube an dich und hab den Mut, dir und deinen Fähigkeiten zu danken und die Liebe kommt von ganz allein.

Es wird Zeit an unsere Zeit zu denken.

Das ist Liebe

Herzlichst euer
MAPAWLO


Grand Opening Petersberg 2019

Grand Opening Petersberg mit einer tollen Eröffnungsrede von Bundesaußenminister Heiko Maas und Kunst von MAPAWLO.


Markus Pawlowski

MAPAWLO®
DIE KUNST ZU LEBEN

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MARKUS PAWLOWSKI
ARTIST - DESIGNER - PHOTOGRAPHER
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