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Es gibt für mich Tage im Jahr, die sich anfühlen wie ein leiser Übergang nach einem Endspurt.
Die große Bewegung da draußen klingt langsam ab, die Gespräche werden leiser, und in meinem Atelier wird es stiller.

Ich mag diese Zeit. Sie zwingt mich nicht zu neuen Schaffen, sie verlangt keine Hetze. Sie erlaubt mir, einfach da zu sein. Mit dem, was war. Und mit dem, was jetzt kommen darf.

Meine Kunstwerke sind in diesen Tagen wie Spiegel. Manche erinnern mich daran, wie viel Kraft in einem einzelnen Impuls liegt. Andere zeigen mir, dass ich mit einer Farbe eine ganze Stimmung erschaffen kann.

Die Bilder sprechen für sich, auch wenn niemand hinsieht. Und vielleicht ist das ihre hoffnungsvollste Stärke.
Sie wollen nicht gefallen, sie wollen sich zeigen. Sie posieren. Vor mir.

Ich glaube, genau das ist es, was mich in dieser Jahreszeit begleitet.
Nicht die Frage, was noch alles geschafft werden muss, sondern diese besondere Erkenntnis: Was habe ich alles geschafft und wie dankbar sollte ich sein genau das getan zu haben. Alles Wesentliche ist längst da. In mir, um mich, bei meinen Freunden, auf der Leinwand.

Bald werde ich für ein paar Tage nichts sagen, nichts planen.
Ich werde mir jede Menge Märchenfilme ansehen, mir Tee machen, die Gedanken treiben lassen und nichts Besonderes posten.
Ich beginne mit Aschenbrödel – wie jedes Jahr. Nicht aus Gewohnheit, sondern aus Dankbarkeit für das, was einfach schön sein darf.

Und dann, irgendwann, ganz von selbst, kommt wieder etwas Neues.

Weil ich nicht anders kann.
Ein Bild vielleicht. Ein Gedanke. Eine Idee.
So beginnt das nächste Kapitel.

Und Ihr seid hoffentlich dabei.
Danke für alles.

MAPAWLO

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